Computergestützte Untersuchung der Körperhaltung
- Vorwort
Das Gerät zur computergestützten Beurteilung der Körperhaltung im MOIRÉ System der 4.Generation (MORA 4G) ist die neueste Konstruktion, die die Vorteile der Systeme der Raumanalyse Typ MOIRÉ/ISIS und der Labors der markergestützten Bewegungs-/Ganganalyse verbindet. Gleichzeitig entspricht es der Voraussetzung, dass die Untersuchung einfach und schnell durchzuführen ist..

Das System ermöglicht die Durchführung folgender Aufgaben:
Grundlegende technische Eigenschaften:



In der Phase der Bearbeitung/Analyse des Ergebnisses werden
auf das gespeicherte Bild des Patienten die Messmarkers aufgetragen.
Dank der Tatsache, dass der Computer deren genaue, dreidimensionale
Lage festsetzt, können einige zehn/einige hundert Zahlenparameter
errechnet werden. Im Laufe der Systementwicklung werden neue
Parameter hinzugefügt; es wurde auch die Definition der
Position/des Models der Untersuchung eingeführt, was
die Durchführung und Auslegung eines bestimmten diagnostischen Tests erleichtert.
Darstellung der Ergebnisse
Jedes Ergebnis kann in Form einer Raumgraphik visualisiert werden. Diese Zeichnung lässt sich beliebig drehen und vergrößern. Es gibt auch eine Verbergungsoption, so dass nur die Wirbelsäulenkurve sichtbar ist. Für die Zwecke einer z.B. wissenschaftlichen Vorführung kann man mehrere Dias vorbereiten, die nacheinander gezeigt werden.
Generator der www-Seiten und Galerien
Der eingebaute Mechanismus zum Generieren von Internetseiten ermöglicht die Vorbereitung individueller Berichte und Galerien, die auf einer CD des Patienten gespeichert werden können.
Statistik
Die Untersuchungsergebnisse werden in die Textdatei im Format exportiert, der automatisches Einlesen durch statistische Arbeitsblätter, z.B. Excel, OpenOffice, Statistica ermöglicht.
Das Programm verfügt über einige Standardausdruckschablonen. Der Benutzer kann deren Inhalt selbständig editieren.
PDF-Ausdrucke
Nach der Installation im System eines virtuellen PDF-Druckers können
die Untersuchungsergebnisse in elektronischer Form im Standardformat
aufbewahrt und auf beliebigem Computer betrachtet werden.
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BESTIMMUNG
Die
Haltungsfehler werden im Moment zu einer der ernsthaftesten
Zivilisationskrankheiten. Heutzutage verbringen die Kinder mehr und mehr Zeit
vor dem Fernseher und Computer, sie verbringen viel Zeit in der Schule. Der
Mangel an Bewegung sowie psychische Faktoren (Lampenfieber, Angst,
Bedrücktheit), Seh- und Hörfehler haben es zur Folge, dass die Kinder nicht
immer richtig aufwachsen und sich entwickeln.
Die
Anfänge der Körperfehler sind oft schwer festzustellen. Das ist meistens ein
langer Vorgang, der sich in dem Maße offenbart, wie sich das Kind entfaltet.
Anfänglich sieht man keine beunruhigenden Symptome. Zur Zeit, wenn erste
Beschwerden auftreten (u.a. Schmerzen, geringere körperliche Leistung, schlechtere
Funktion des Atem- und Kreislaufsystems), sind die Änderungen schon ziemlich
fixiert und bedürfen einer langfristigen und systematischen Behandlung.
Die Ärzte schlagen Alarm, dass 80-90% der
Kinder Körperfehler haben, die unbehandelt und vernachlässigt in kurzer Zeit
ernsthafte Konsequenzen mit sich bringen. Sie tragen zur Verschlechterung der
Leistungsfähigkeit und Suffizienz des Körpers bei; die Körperstatik wird
gestört und der Bewegungsumfang der Gelenke eingeschränkt. Die Untersuchungen
zeigen, dass jedes dritte Kind eine niedrige Körpersuffizienz, und beinahe 50%
eine sehr schwache Bewegungsleistungsfähigkeit hat.
Die
Anlage zur computergestützten Bewertung der Körperhaltung ist ein Werkzeug, das
eine nicht invasive, genaue und objektive Diagnostik der Körperhaltung
ermöglicht. Hohe Genauigkeit der Vermessung gibt die Möglichkeit, die Fehler in
der Anfangsetappe ihrer Entstehung frühzeitig festzustellen.
Die
Patientendaten werden elektronisch gespeichert, was uns ermöglicht, die
Fortschritte des therapeutischen Vorganges leicht zu beobachten und zu
vergleichen.
Das
Gerät nutzt die von den Spezialisten der Physiotherapie, Rehabilitation und
Orthopädie empfohlene fotogrammetrische
Methode unter Anwendung des Moire-Effekts, die in vielen Fällen
Röntgenaufnahmen eliminiert. Kurz gesagt beruht die Methode auf Erstellung
mittels einer Videokamera einer Computerphotographie. Dank einem speziellen
Optiksystem fertigt der Computer ein 3D-Bild des Rückens und analysiert genau
über 50 Parameter auf der Frontal- und Sagittalebene. Das Gerät bewährt sich
außergewöhnlich bei den Screening-Untersuchungen der Kinder in den Schulen, und
geringe Abmessungen ermöglichen seinen leichten Transport.
UNTERSUCHUNGSMETHODE
A
Physikalische Grundlage
Die
Untersuchungen werden in Anlehnung auf die Voraussetzungen der Fotogrammetrie
durchgeführt und beruhen auf der Durchführung der anthropometrischen
Vermessungen aufgrund der Aufnahme der untersuchten Oberfläche. Die Gewinnung
eines räumlichen Bildes (‚dritte Dimension‘) ist dadurch möglich, dass das
Gerät auf dem Rücken des Patienten Linien mit präzise festgelegten Parametern
„projiziert“. Diese Linien fallen unter einem bestimmten Winkel auf den Rücken
und werden abhängig davon verzerrt, ob sich der gegebene Punkt dem Gerät näher
oder ferner befindet. Die Verzerrungen des Linienbildes werden durch den
Computer registriert, der sie dank numerischen Algorithmen in eine
Höhenlinienkarte der untersuchten Oberfläche verwandelt. Die physikalische
Grundlage dieser Erscheinungen wird in der Optik Moire-Effekt (daraus
Moire-Projektionsmethode) genannt.
B
Technische Verwirklichung
Die
praktische Verwirklichung dieser Methode beruht darauf, dass das durch die
CCD-Kamera beobachtete Bild in ein Digitalsignal verwandelt und mittels einer
Spezialkarte in den Computerspeicher übermittelt wird. Die Analyse, Projektion
und Drucken der Untersuchungs-ergebnisse werden mit Hilfe der Computersoftware
ausgeführt. Die Beleuchtung des Patienten erfolgt durch eine Halogenglühlampe
mit geringer Leistung (50-150W). Alle im Computer gespeicherten Patientendaten,
das Foto seines Rückens sowie das 3D-Bild können leicht auf andere Datenträger
(Diskette, CD-ROM) übertragen, analysiert, statistisch verarbeitet usw. werden.
C
Wiederholbarkeit und Genauigkeit der Vermessungen
Da
die Aufnahme unter strikt bestimmten Bedingungen (d.h. feste
Untersuchungsentfernung, genaue Parameter des Optiksystems, genaue
Horizontalstellung der Kamera, die auf „0“ der Beckentorsion eingestellte
Person, bestimmte Beleuchtungsbedingungen) gemacht wird, ist die Vermessung
wiederholbar.
Bei
der Analyse der Genauigkeit der Vermessung ist die Aufmerksamkeit auf die
Eigenart des untersuchten Objekts, d.h. menschlichen Körpers zu lenken.
Praktisch ist es nicht möglich, physiologische Punkte auf der Haut des
Patienten mit größerer Genauigkeit als 5 mm zu zeigen. Im Zusammenhang damit,
ist der Parameter, z.B. der Unterschied der Winkelhöhe der Schulterblätter mit
einem Zufallsfehler von 1 cm belastet. Aus diesem Grund ist anzunehmen, dass
der Wert von 1 cm die Genauigkeitsgrenze der Methode im Hinblick auf
physiologische Merkmale darstellt.
Die
Genauigkeit des Geräts selbst, was die Bildauflösung und den Wert der
gerechneten Parameter anbetrifft, beträgt 1 mm; sie ist also zehnmal besser
(eine Reihe) als notwendig im Hinblick auf die Physiologie. Das hat eine
praktische Bedeutung, weil es erlaubt, schon die ersten mit bloßem Augen noch
nicht sichtbaren Anzeichen der Krümmungen festzustellen.