Computergestützte Fußuntersuchung angewandte Parameter

 

Auf das Bild der Füße werden die Vermessungspunkte aufgetragen, die bei weiteren Berechnungen des Plantokonturogramms und erzielten Ergebnissen verwendet werden.   

A, B – bestimmen die Langachse des Fußes

C, D – Breite des Vorfußes

S, T – Breite der Ferse

E  - Berührungspunkt mit der Großzehe

F – Berührungspunkt mit der Zehe

Q, q – Innentangente für Clarke-Winkel

W – Auswölbungsmitte für Sztriter-Godunow-Index

1-5 Köpfe der Fußknochenzehen

 

 

 

 

20. 21. Fußlänge errechnet zwischen den Punkten A und B (DL)

22. 23. Fußbreite errechnet zwischen den Punkten C und D (SZ)

24. Fußlänge-zur-Fußbreite-Verhältnis (Wejsflog-Index)

Das Verhältnis der Fußlänge zur Fußbreite soll 3:1 betragen.

In der Regel nimmt er die Werte zwischen 2 und 3 an.

Die der Zahl „2”nähere Werte, z.B. 2.15 zeugen von der Längsplattfüßigkeit, die der Zahl „3” nähere Werte, z.B. 2.95 beweisen die richtige Längsauswölbung.

 

25. 26. Krümmungswinkel der Großzehe ALFA

Das ist ein Winkel zwischen der Tangente zum parazentralen Fußrand und der von der breitesten Stelle des Vorfußes geführten Tangente zum äußeren Rand der Großzehe. Die Norm für den Krümmungswinkel der Großzehe beträgt 0-9 Gr. (Wejsflog 1956).

27. 28. Klumpfüßigkeitswinkel der Zehe BETA

Er wird ähnlich wie der Winkel ALFA bestimmt, aber auf der Außenseite des Fußrandes.

 

 

29. Fersenwinkel GAMMA

Er wird durch zwei Tangenten zum inneren und äußeren Fußrand bestimmt. Die Tangenten kreuzen sich außerhalb der Ferse und bilden einen Winkel. Die Norm für den Fersenwinkel beträgt 15-18 Gr. (Wejsflog 1956)

 

34. 35. Fersenbreite gerechnet zwischen den Punkten S-T

 

 

32. 33. Krümmungswinkel der Großzehe (AL) und  Klumpfüßigkeit der Zehe gerechnet gemäß der zweiten Definition

36. 37. Die am Boden anliegende Fußfläche (PS)

 

38. 39. Gewogene Flächen (PSW) – jeder Punkt berücksichtigt auch den ihm entfallenden Druck (Farbensättigung)

 

 

31. Clarke-Winkelindex (CL)    

 

Es gibt viele Methoden, mit denen man den Abzug durch Aufzeichnung einer Reihe von Hilfslinien bewertet. Die bekannteste und einfachste ist die Clarke-Methode. Sie beruht darauf, eine Gerade (C-S) zu zeichnen. Diese Gerade schneidet sich mit der Innentangente (Q-q) über und bildet den Clarke-Winkel. Der Wert dieses Winkels sieht wie folgt aus:  

Plattfuß  x - 30°,

Fuß mit erniedrigter Auswölbung 31°- 41°,     

Normalfuß  42°-54°,   

Fuß mit erhöhter Auswölbung 55°- x.

 

 

 

 

30. Sztriter-Godunow-Index (KY) 

   

 Er bestimmt das Verhältnis der Länge des im Auswölbungszentrum des Längsbogens verlaufenden Abschnitts (durch verschatteten Spurteil) zur Länge des Abschnitts, der durch den nicht verschatteten und verschatteten Teil des Plantokonturogramms gezeichnet wird.          

KY  = (W –  i) / (  j – i)

(W – i)  -  verdunkelter Teil;   (j – j)  - verdunkelter und nicht verdunkelter Teil.

 

Fußklassifizierung nach KY-Index für Erwachsene:

Hohlfuß       0,00    0,25,

Normalfuß         0,26    0,45,

Erniedrigter Fuß I°      0,46  – 0,49,

Erniedrigter Fuß II°    0,50    0,75,

Plattfuß             0,76  – 1,00.

Der KY-Index bezieht sich auch auf das Alter der untersuchten Person:

      8 Jahre         0,44    0,54,

      9 Jahre         0,41    0,53,

      10 Jahre       0,40    0,53,

      11 Jahre       0,39    0,54.    

 

Das Computerprogramm bestimmt diesen Index, indem es einen zum Tangenten CS senkrechten Abschnitt durch den Punkt W führt (er bezeichnet das Auswölbungszentrum). Die Punkte „i”, „j” werden automatisch gefunden.

 

 

 
Muster

 

Vergleichen des Plantokonturogramms mit Musterfußtypen nach Bochenek, Bunak, Clarke, Wejsflog .

 

1– 3 –   Hohlfuß,

4– 6 –   richtiger Fuß,

7–10 –  verschiedene Formen der Plattfüßigkeit.

 

 

 

Modifizierte biostereometrische Methode der Fußbewertung.

(Dr. Ewa Demczuk –W³odarczyk  Anstalt für Kinesiotherapie der Sportakademie Wroc³aw)

 

  Vor der Untersuchung wird auf der Fußsohlenseite die Lage der fünf Knochenköpfe des Mittelfußes markiert. Die untersuchte Person setzt sich auf einen Stuhl mit nachstellbarer Sitzhöhe. Die Stuhlhöhe kann individuell angepasst werden, so dass die Füße senkrecht zum Unterschenkel, und der Unterschenkel senkrecht zum Oberschenkel liegen. Der Patient stützt die Füße auf das Gerät und es registriert die Fußsohlenseite der Füße in der Entlastung. Danach stellt er sich gelockert auf das Gerät und es registriert die Fußsohlenseite der Füße in der Belastung.

  Bei der Fußbewertung berücksichtigen wir den Verlauf der Knochenbögen (Linien, die zwischen dem Punkt B und den Köpfen der Zehenknochen 1...5).

Aufgrund der anatomischen und biomechanischen Daten wurde die Konfiguration der Fußsohlenseite in vier Typen eingeteilt:

- Hohlfuß. Er charakterisiert sich dadurch, dass der Längsbogen V sowohl bei belastetem  als auch entlastetem Fuß über den Grund erhoben ist. 

- richtiger Fuß. Der Bogen V haftet am Grund (er ist gegebenenfalls nur ein wenig erhoben – bei der Entlastung), und die parazentral verlaufenden Bögen laufen immer höher (die Belastung verursacht lediglich ihre Senkung), 

- funktioneller Plattfuß. Bei der Entlastung haften sowohl der Längsbogen IV als auch der Längsbogen V am Grund und der Längsbogen III verläuft verhältnismäßig niedrig. Nach der Belastung liegen am Grund die Bögen V, IV, III, und der Bogen II verläuft über sie relativ niedrig.

- struktureller Plattfuß. Bei der Belastung haften die Bögen V-II, und sogar I am Boden.